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Zukünftige Amokläufer(innen) rechtzeitig
erkennen!
Immer häufiger
wird die Öffentlichkeit von entsetzlichen Gewalttaten
jugendlicher Amokläufer(innen) schockiert und
erschüttert — immer
rücksichtsloser, immer brutaler und mit immer mehr Opfern.
Kaum ein Monat vergeht inzwischen noch ohne eine neue Schreckensmeldung
über Jugendliche, die bewaffnet
ihre Schule stürmen, um dort ein Blutbad anzurichten!
Was ist bloß mit unserer Jugend los?
„Mit ruhigem Gewissen“,
teilt uns eine besorgte Mutter dreier Kinder mit, „kann ich meine Tochter
eigentlich kaum noch zur Schule schicken.“ Jaqueline L.,
31 Jahre alt und geschieden, blättert die Seiten des
Fotoalbums um, das sie für Johanna angelegt hat, ihre
Älteste. „Vor wenigen Wochen erst ist meine Tochter von einer
Mitschülerin bedroht worden: ,Irgendwann bring ich dich um',
hat die zu ihr gesagt. Und dabei hat meine Johanna
überhaupt nichts weiter getan, als ein paar
gefälschte Liebesbriefe zu verschicken, die mit dem Namen
dieser Mitschülerin unterzeichnet waren.“ Sie senkt jetzt den
Kopf, wohl etwas verlegen darüber, dass ihr inzwischen Tränen
über das Gesicht laufen, und fährt fort:
„Ist es mit der Ellenbogenmentalität in unserer Gesellschaft
etwa schon so
weit gekommen, dass ein harmloser Streich einer
13jährigen, die noch nie jemandem etwas getan hat, nun schon zu Morddrohungen
führen kann?“ Sie flüstert schon fast,
als sie uns mit flehendem Blick anschaut, dabei ihren Finger auf das
Foto einer glücklich
lächelnden Johanna bei ihrer Einschulung legt und
sagt: „Ich
möchte doch nur, dass meine Tochter endlich wieder zur Schule
gehen kann, ohne jeden Tag Angst haben zu müssen!“
Und das Schicksal dieser Mutter und ihrer Tochter ist kein
Einzelfall!
„Mein kleiner Felix“,
sagt Hartmut P. (46), „konnte
sich in der Schule früher nie so richtig durchsetzen.
Immer war er derjenige, auf dem sie rumgehackt haben. Das ging sogar so
weit, dass er irgendwann mit Frauennamen angeredet wurde! Aber nun hat
sich endlich was getan, seit ich zwei-, dreimal die Woche mit
ihm in den Keller gehe und ihm dort zeige,
wie er sich auf dem Schulhof Respekt verschaffen kann.
Inzwischen hat sich sein Status in der Klasse deutlich verbessert.
Und vor ein paar Tagen“, teilt uns P. mit väterlichem Stolz mit, „hat er
mir sogar erzählt, dass er jetzt endlich eine Freundin hat!“
Doch
heutzutage ist selbt ein Vater wie Hartmut P., der sich so
sehr um das Wohl seiner Kinder kümmert, nicht mehr frei von
Sorgen: „Neulich erst hat jemand auf dem Schulhof seine Hände zu einer
Pistole geformt und damit auf Felix gezielt“, berichtet
er, während er aufsteht und sich auf den Weg zum
Kühlschrank macht. „Ausgerechnet so ein Schwächling
mit Brille im Gesicht, der sich sonst nur mit Worten wehren
kann. Genau solche sind
es doch, die irgendwann austicken, und dann kommen sie mit
richtigen
Waffen zur Schule und zielen damit auf Leute. So, wie sie das in ihren
Computerspielen gelernt haben.“ P. zupft nachdenklich an
seinem Unterhemd, öffnet sich eine weitere Flasche Krombacher
und fährt dann mit zitternder Stimme fort: „Und was hat die
Schulleitung dagegen unternommen? Nichts! Die ignorieren solche
Vorfälle einfach! Überhaupt nichts
unternehmen sie dagegen, dass jemand wie Felix, der gerade dabei ist,
ein richtiger Kerl zu werden, mit
so einem Schizo zur Schule gehen muss!“
Aber sind Eltern
und Schulleitung, sind Gesellschaft und Staat wirklich machtlos gegen
Schüler(innen) wie diejenigen, die Johanna und Felix mit dem
Tod bedrohen? Muss es wirklich erst wieder so weit kommen,
dass eine(r) dieser Schüler(innen) mit Waffen in die Schule
kommt — und dass Jaqueline L. von ihrer Tochter
dann nichts weiter
bleibt als die Fotos,
auf denen diese so glücklich lächelt? Und dass
Hartmut P. nichts weiter bleibt als die
Erinnerung daran, wie stolz er auf seinen Sohn gewesen ist,
als dieser gerade dabei war, seinen Platz in der Gesellschaft zu finden?
Oder
ließen sich solche Schreckenstaten vielleicht verhindern?
Könnte man/frau diesen tickenden
jugendlichen Zeitbomben, die ihre Tat über Monate
oder gar Jahre hinweg planen und an
Killerspielen trainieren, und denen das Leben ihrer
Mitschüler(innen) und Lehrer(innen) so wenig bedeutet wie ihr eigenes,
vielleicht rechtzeitig Einhalt gebieten?
Expert(inn)en sagen: „Ja, das wäre möglich!“
Nahezu alle jugendlichen
Amokläufer(innen) haben ihre Tat vorher angekündigt
— ob nun in Internet-Foren oder -Chats, ob in Weblogs oder
auf
Video-Portalen, ob in ihren Tagebüchern oder indem sie sich
ihren Freund(inn)en anvertraut oder sich einfach nur
auffällig verhalten haben.
All
diese Taten hätten also verhindert werden können,
wenn sich rechtzeitig jemand dafür interessiert
hätte, was für blutrünstige Fantasien den
Täter(inne)n schon lange vorher durch den Kopf gingen!
„Gedanken über
einen Amoklauf“, warnt der international anerkannte
Kriminologe Prof. Christoph Pfeifenheimer, „führen nicht erst
auf lange Sicht zu einem Amoklauf — nein, Gedanken daran sind
bereits
so etwas wie ein Amoklauf!"
Pfeifenheimer, 62 Jahre alt, war schon zu seiner Zeit als Politiker ein
Experte für
Gewalt unter Jugendlichen. Oft musste er sich damals die
Sorgen und Nöte von Leuten wie Jaqueline L. und Hartmut P.
anhören, die Angst
um die Sicherheit ihrer Kinder haben. „Und gleichzeitig",
ergänzt er, „wurde ich immer wieder damit konfrontiert, mit was für einer
erschreckenden Gleichgültigkeit andere
Eltern wiederum einfach dabei zuschauen, wie sich ihre Kinder
dem Einfluss von
Gewaltmedien aussetzen. Diese Gehirnverschmutzung, oder
diese Medienverwahrlosung,
wie wir das in Expertenkreisen nennen, halte ich
für eine der größten Herausforderungen, der
sich Gesellschaft und Politik in unserer Zeit zu stellen haben.“
Schon seit Langem tritt Pfeifenheimer daher für ein striktes Verbot von Gewaltmedien
ein: „Und das wird auch kommen, so viel ist sicher. Nur geht
das leider nicht von heute auf morgen“, sagt er und zieht nachdenklich
an seiner Corona, „denn die Hassindustrie, die diesen
Gewaltschund auf den Markt bringt, verhält sich da ganz ähnlich, wie es die
Tabakindustrie lange Zeit getan hat: Da werden
nun auch wieder Zusammenhänge verharmlost,
Forschungsergebnisse unter den Teppich gekehrt und Kritiker
eingeschüchtert, damit die Öffentlichkeit
über das getäuscht wird, was einem doch eigentlich
schon der gesunde
Menschenverstand sagen sollte: dass es einfach nicht gut sein
kann, wenn Kinder und Jugendliche tagein, tagaus am Bildschirm das Morden
trainieren!“
Dennoch ist Prof. Pfeifenheimer zuversichtlich: „Was
unerträglich ist, kann, muss und wird auch irgendwann verboten
werden. Aber bevor es so weit ist, können
—
nein, müssen
— wir alle etwas tun, um zukünftige
Amokläufe rechtzeitig zu verhindern. Wir alle, ob
nun Lehrer(innen), Schulpsycholog(inn)en, Mitschüler(innen)
oder deren Eltern, müssen diese jugendlichen
Einzelgänger(innen) — wenn es deren Eltern schon
nicht tun — im Auge behalten, die ihrer
finalen Schreckenstat mit jedem Mausklick ein Stückchen
näher kommen!“
Und was ist mit Ihnen?
Würden
Sie
eine(n)
zukünftige(n) Amokläufer(in) rechtzeitig erkennen?
Wissen Sie, ob vielleicht eine(r) in Ihrer Nachbarschaft wohnt oder
eine(r) mit Ihrem Sohn/Ihrer Tochter zur Schule geht? Oder ob sich
vielleicht sogar eine(r) in seinen/ihren Freundeskreis eingeschlichen
hat? Würden
Sie
es verantworten
können, irgendwann von Ihren Kindern „Warum habt
ihr eigentlich nichts unternommen, als noch Zeit dazu war?“ gefragt zu
werden — falls Ihre Kinder Sie dann
überhaupt noch fragen können
und keinem Amoklauf zum Opfer gefallen sind?
Falls nicht, sollten Sie
sich einmal die Jugendlichen in der Schulklasse und im Bekanntenkreis
ihrer Kinder genauer anschauen und dabei auf folgende Dinge achten:
- Besitzt der/die Verdächtige Gewaltvideo's wie zum
Beispiel Natural Born Killers [sprich:
Nätschuräl Boan Killähs, dt.: Durch
Medieneinfluss zu Serienmördern gewordene Vollproleten]
oder brutale Killerspiele
wie zum Beispiel Grand Theft Auto [sprich:
Gränt Säfft Auto, dt.: Hot Coffee Mod]?
- Interessiert
sich der/die Verdächtige für Waffen? Hat
er/sie vielleicht sogar welche
in seinem/ihrem Besitz — wie zum Beispiel
Schreckschuss-,
Softair- oder Gaspistolen, Messer, Klaviersaiten, Elektroschocker,
Motorsägen, Pfefferspray, Lichtschwerter aus Plastik,
Feuerzeuge, Bohrmaschinen oder Steinschleudern — mit denen
er/sie
eines Tages einen
tödlichen Amoklauf durchführen
könnte?
- Trägt der/die Verdächtige häufig schwarze Kleidung
und gilt er/sie in der Schule als Außenseiter(in)? Hat er/sie
genügend Kontakt
zu Gleichaltrigen, oder nur zu solchen, die ebenfalls schwarze Kleidung tragen
und irgendwie auch nicht
ganz richtig im Kopf sind?
- Besitzt der/die Verdächtige CDs von Musikgruppen,
die noch nie in den
Charts waren und die kein Schwein kennt? Die vielleicht
nicht mal einen Plattenvertrag haben? Und sind die Hüllen
dieser CDs dann auch
noch in SCHWARZ gehalten?
- Gab es bereits einen oder mehrere erfolglose Versuche,
den/die Verdächtige(n) besser
in die Klassengemeinschaft zu integrieren? Haben
Klassenkamerad(inn)en ihm/ihr zum Beispiel schon einmal ekliges Zeug an
die Jacke geschmiert, ihn/sie mit dem Kopf in die Kloschüssel
getaucht oder ihm/ihr im Sportunterricht die Hose runter gezogen,
und hat er/sie es danach trotzdem
nicht für nötig gehalten, sich besser an
die Klassengemeinschaft anzupassen? Wurde er/sie nach solchen
Vorfällen schon einmal von
Lehrer(inne)n vor der Klasse zur Rede gestellt und dazu
gebracht, sich dafür zu rechtfertigen, dass
er/sie sich so anders verhält als der Rest der
Klasse, und hat sich darauf
immer noch
keine Besserung
eingestellt?
- Hat er/sie häufig
schlechte Laune, und schreibt er/sie manchmal Sachen wie
„Ich hasse diese Welt und ihr könnt mich alle mal, aber echt
jetzt, ihr blöden Pisser!“ in sein/ihr Tagebuch?
- Weiß der/die Verdächtige mehr Sachen über die
Nazizeit, als ihm/ihr im Geschichtsunterricht beigebracht
worden sind? Ist er/sie vielleicht sogar ein(e) Bewunderer(in) von Adolf
Hitler? Könnte es sein, dass er/sie Hitler
insgeheim „total cool“ findet? Wie schnell wird er/sie denn zum
Beispiel kalkweiß
im Gesicht, sobald er/sie diesen Namen hört?
Falls es länger als ein paar Sekunden dauert, haben Sie es
hier wahrscheinlich mit einem gefährlichen
kleinen Nazischwein zu tun!
- Ist diese kleine Nazisau vielleicht sogar ein(e) so
große(r) Bewunderer(in) von Adolf Hitler, dass er/sie nicht bereit ist, zu
einer toleranten, multikulturellen und offenenen Gesellschaft
beizutragen? Weigert der
Verdächtige sich beispielsweise, einem Mitschüler mit
Migrationshintergrund sein Taschengeld, seine neue Jacke
und seine Freundin zu überlassen, um diesen bei seiner
gesellschaftlichen Integration zu unterstützen? Oder ist die Verdächtige
zum Beispiel so intolerant
gegenüber anderen Kulturen, dass sie von
Mischüler(inne)n mit Migrationshintergrund nicht als Nutte
bezeichnet werden möchte?
- Verfolgt der/die Verdächtige regelmäßig
Medienberichte über Amokläufe an
Schulen? Sammelt er/sie solche Berichte vielleicht sogar? Und
kritisiert er/sie trotzdem die Berichterstattung
der öffentlich-rechtlichen Fernsehsender und die Aussagen von
Politiker(inne)n, indem er/sie zum Beispiel behauptet,
dass es für Amokläufe noch andere Ursachen geben
könnte als Killerspiele und Gewaltvideo's? Beginnt
er/sie wirres Zeug zu reden, wenn er/sie gefragt wird, warum er/sie sich denn
überhaupt gut genug in die Täter(innen)
hinein versetzen kann, um solche Behauptungen aufstellen
zu können?
- Hat der/die Verdächtige schon einmal an Selbstmord gedacht,
ohne umgehend Eltern, Vertrauenslehrer(innen) oder
Schulpsycholog(inn)en über solche Gedanken zu informieren
—
oder am besten gleich alle zusammen?
- Hat der/die Verdächtige noch nie eine(n) andere(n)
verdächtige(n)
Mitschüler(in) bei der Schulleitung gemeldet,
sondern trifft er/sie sich mit
genau solchen Verdächtig(inn)en in den hintersten
Ecken des Schulhofs, um dort verdächtige
Gespräche über verdächtige Themen
zu führen?
- Hat er/sie, obwohl
schon über 14, immer noch keine(n) Freund(in),
mit dem/der er/sie die
Tanzschule besucht und Briefe
an Dr. Sommer schreibt, sondern steckt er/sie voller Hass auf das andere
Geschlecht und notiert Sätze wie „Ihr
Männer seit doch alle Schweine!!“ oder „Diehse Schlampen sint
es echt nich wehrt!“ in sein/ihr Tagebuch?
- Hat er/sie einen Account
bei einem Internet-Videoportal, und lädt er/sie
dort selbst erstellte Kurzfilme mit Titeln wie Du bist mein Gott, Eric Harris
hoch?
- Wird der/die Verdächtige verlegen und weicht er/sie
Blicken aus, wenn er/sie von Vertrauenslehrer(inne)n,
Klassensprecher(inne)n, Schulpsycholog(inn)en oder von der Polizei (oder von allen gleichzeitig) zu seinen/ihren
Amokplänen befragt wird?
- Versucht der/die Verdächtige, den Zusammenhang zwischen
Gewaltmedien und Amokläufen mit
Äußerungen wie „90% aler amokleufer ham for iehrer
tat brot gegesen“ zu verharmlosen?
- Fällt der/die Verdächtige durch unterirdisch schlechte
Schulleistungen auf? Bekommt er/sie vielleicht deshalb
nichts vom Unterricht mit, weil sich seine/ihre Zukunftsplanung ohnehin nur noch um seinen/ihren
Amoklauf dreht — und Zensuren für so
etwas nun
mal scheißegal sind? Hat er/sie noch nicht einmal dann
aufgepasst, als im Deutschunterricht das Thema Satire
behandelt wurde?
Falls Sie mehr als zwei dieser Fragen mit „Ja“
beantworten können, handelt es sich bei dem/der
Verdächtigen wahrscheinlich mit eine(n) zukünftigen
Amokläufer(in)! Sie
sollten umgehend die Schulleitung, alle Eltern in Ihrem Bekanntenkreis
und die Sicherheitsbehörden informieren. Außerdem
natürlich die Klassenkamerad(inn)en des/der
Verdächtigem, damit diese ihm/ihr gemeinschaftlich
seine/ihre Amokpläne mit nassen Handtüchern aus dem
Leib prügeln können!
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