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Noch ein wichtiger Hinweis:
Die GV-Redaktion distanziert sich ausdrücklich von dem folgenden Artikel! Dieser Artikel wurde von uns verfasst, bevor wir die Bücher von Michael Moore gelesen haben. Das aber haben wir inzwischen nachgeholt, und seitdem hassen wir die USA, ihren Präsidenten, ihre Außenpolitik und vor allem ihre Waffengesetze so sehr, wie alle denkenden Menschen es tun sollten! Ehrlich, wir hassen die sogar noch mehr als die Römer! Daher werden wir diesen Artikel von unserer Internetpräsenz entfernen, sobald unser Praktikant aus dem Urlaub zurück ist und uns die FTP-Zugangsdaten verrät.

Alles andere als ein Killerspiel: America´s Army

Der/die eine oder andere wird sich gewundert haben, als die US-Armee vor kurzen das Spiel America´s Army auf den Markt brachte — scheint es sich doch auf den ersten Blick um ein so genanntes Killerspiel zu handeln. Wie kann das sein? Unser wichtigster Verbündeter im Krieg gegen den Terror veröffentlicht die Art von Software, die unsere Jugendlichen in mordlüsterne Killermaschinen verwandelt?

Nun, ganz so einfach sollte man/frau sich Sache nicht machen...

Untersuchen wir die Sache mal genauer. Worum geht es in einem handelsüblichen Killerspiel? Ob das Spiel jetzt Doom, Quake, Counter-Strike oder wie auch immer heißt, ist dabei nebensächlich: "Kennste eins, kennste alle", winken Expert(inn)en ab. "Der einzige Zweck dieser Spiele ist es, die Tötung von unschuldigen Zivilist(inn)en möglichst realistisch zu simulieren."


Verwerfliches Killerspiel: Szene aus Doom

Und das häufig vor einem äußerst fragwürdigen politischen Hintergrund: So ist es im populären Killerspiel Doom Aufgabe des Spielers/der Spielerin, im Auftrag des internationalen Terrorismu´s auf wehrlose Schulmädchen zu schießen.

"Spiele wie Doom verherrlichen nicht nur Gewalt und Terrorismu´s", warnt ein international anerkannter Experte, "sie stellen auch unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung in Frage."

Schlaue Zitate von schlauen Leuten:

"Man lässt Leute ein gewalttätiges Computerspiel spielen oder eben was anderes und hinterher guckt man, wie gewalttätig sind die. Und auch das kann man experimentell messen. Man lässt sie zum Beispiel einen Drink mixen aus Tabasco und Wasser. Und wenn die vorher ein Gewaltspiel gespielt haben, dann tun sie mehr Tabasco rein. Sie können das in Gramm Tabasco messen, dass die Leute vierfach — die tun da wirklich viermal mehr da rein —, vierfach aggressiver werden. Und es gibt eine Reihe von solchen Tests, wo man Aggressivität ganz objektiv messen kann."

Manfred Spitzer,
Hirnforscher

Spätestens seit Erfurt sollte nun jeder/m klar sein, was man/frau von diesem Schund zu halten hat: Es wird Zeit, dass die Gesellschaft ein Zeichen setzt: Gegen Gewalt in Computerspielen, gegen die Verletzung der Menschenwürde, gegen diesen stinkenden Auswurf der Hassindustrie!

"Macht kaputt, was uns kaputt macht!"

Aber lassen wir die Killerspiele hinter uns — nachdem wir den "Dreck" (Gerhard Schröder) bei der öffentlichen Softwareverbrennung entsorgt haben, wenden wir uns jetzt America´s Army zu. Der Unterschied fällt sofort ins Auge: Hier wird keine Gewalt verherrlicht, und hier werden keine Tötungen simuliert.

Im Gegenteil: America´s Army zeigt den Kampf gegen Terroristen, Kriminelle, Kinderschänder und andere Feinde der Demokratie. Das lässt sich nicht im entferntesten mit Massaker-Software wie Doom vergleichen. "Im Gegensatz zu Killerspielen", erläutert ein Experte, "wird hier die Koordination zwischen Hand und Auge gefördert. Der Spieler/die Spielerin lernt, in kritischen Situationen schnell und überlegt zu handeln."

Noch ein erfreulicher, vielleicht sogar der wichtigste Aspekt: "Der Spieler/die Spielerin wird im Kampf gegen den internationalen Terrorismu´s geschult, der unseren Alltag in Zukunft stärker prägen wird, als wir uns das im Moment vorstellen können."

Und das alles, obwohl America´s Army zunächst wie ein herkömmliches Killerspiel aussieht. Das mag auf den ersten Blick widersprüchlich erscheinen — aber mal ganz im Ernst: Welches Interesse sollte die älteste Demokratie der Welt, das Land der Freiheit, unser großer Bruder, dem das deutsche Volk uneingeschränkte Solidarität geschworen hat, daran haben, die Seelen unserer Kinder mit Schmutz und Schund zu verseuchen? Wer einen kurzen Augenblick darüber nachdenkt, wird von selbst darauf kommen, dass America´s Army gar kein Killerspiel sein kann. Und wer zu blöd ist, um das zu verstehen, fällt wahrscheinlich auch auf Fakeseiten im Internet herein.

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